Poröse Kohlenstoffmaterialien wie Aktivkohle und pyrolytischer Ruß sind für ihre hochentwickelten Porenstrukturen bekannt. Diese Poren bieten eine enorme spezifische Oberfläche und ermöglichen es porösem Kohlenstoff, eine entscheidende Rolle bei Adsorption, Katalyse, Energiespeicherung und Umweltreinigung zu spielen. Die Erhaltung der Porenstruktur während der Verarbeitung – insbesondere beim Feinmahlen – stellt jedoch eine große Herausforderung für die Industrie dar. Dieser Artikel untersucht, ob Feinmahlen die Porenstrukturen schädigt. Er erläutert außerdem, wie Klassiermühlen durch innovative Konstruktion eine zerstörungsfreie Verarbeitung ermöglichen. Diese Mahltechnologien tragen dazu bei, porösen Kohlenstoff von groben Rohstoffen in Hochleistungspulver zu verwandeln.

Mögliche Auswirkungen von Ultrafeinvermahlung von porösem Kohlenstoff zur Porenstruktur
Ultrafeinvermahlung bezeichnet die Zerkleinerung von Materialien auf den Mikrometer- oder sogar Submikrometerbereich (typischerweise d97 < 10 μm). Bei porösem Kohlenstoff besteht das Ziel darin, die spezifische Oberfläche und die Dispergierbarkeit zu verbessern. Allerdings kann der Prozess auch die Porenstruktur schädigen. Traditionelle mechanische Mahlverfahren wie Kugel- oder Hammermühlen sind mit starken mechanischen Einwirkungen und Reibung verbunden. Diese Kräfte können zum Kollaps, zur Verstopfung oder zur Verformung der Poren führen.
Studien belegen, dass mechanisches Mahlen die Porenstruktur schädigen kann. Beispielsweise verändert mechanisches Mahlen bei der Aufbereitung von Feinschlacke aus der Kohlevergasung (CGFS) die Porenmorphologie erheblich. Es reduziert den Wassergehalt der Makroporen und stört das ursprüngliche Porennetzwerk. Dadurch wird die Adsorptionskapazität beeinträchtigt.
Auch bei Kohlepartikeln wirkt sich das Vermahlen stark auf die Porenstruktur aus. Es verändert das Adsorptionsverhalten von Stickstoff und Kohlendioxid. Zwar kann die Adsorption in neu entstandenen Poren zunehmen, die Gesamtstruktur wird jedoch beeinträchtigt.
Die Kugelmühle ist noch aggressiver. Sie kann die ungeordnete Porenstruktur von Aktivkohle in eine Graphitstruktur umwandeln und Sauerstoffatome einbringen. Dies kann zwar bestimmte Eigenschaften (wie die Pseudokapazität) verbessern, verändert aber grundlegend die ursprüngliche Porenarchitektur.
Allerdings zerstört nicht jede Feinstvermahlung zwangsläufig die Porenstruktur. Entscheidend sind die Wahl der richtigen Ausrüstung und die Optimierung des Prozesses. Berührungslose Vermahlverfahren, wie beispielsweise Strahlmühlen, basieren auf Hochgeschwindigkeits-Partikelkollisionen. Sie vermeiden den direkten Kontakt zwischen mechanischen Komponenten und dem Material. Dadurch werden Verunreinigungen und Strukturschäden minimiert. In einem Projekt zur Herstellung von porösem Kohlenstoff in Südkorea wurden durch Strahlmahlung ultrafeine Partikelgrößen unter 5 μm erzielt. Dabei blieben über 951 TP3T der Porenstruktur erhalten. Auch eine Hochtemperatur-Oxidation wurde vermieden. Diese Leistung ist auf den Joule-Thomson-Kühleffekt während der Gasexpansion zurückzuführen. Dieser Effekt hält die Mahlkammer auf einer niedrigen Temperatur und verhindert so Oxidation und Schäden an der Kohlenstoffstruktur. Ob Feinstvermahlung die Porenstruktur schädigt, hängt daher vom verwendeten Verfahren ab. Konventionelle mechanische Verfahren sind zerstörerischer. Fortschrittliche Strahl- oder Klassiertechnologien ermöglichen hingegen eine relativ schonende Bearbeitung.
Prinzipien von Windsichter und ihre „zerstörungsfreien“ Vorteile bei der Verarbeitung von porösem Kohlenstoff

Eine Windsichtermühle vereint Mahlen und Partikelgrößenklassierung in einem System und wird häufig für Materialien mit geringer Dichte und ultrafeiner Partikelgröße wie Ruß und poröser Kohlenstoff eingesetzt. Ihr Kernprinzip beruht auf der Schlagmahlung durch rotierende Elemente (z. B. Hämmer oder Klingen) in Kombination mit einem internen dynamischen Windsichter, der die Partikel nach Größe trennt. Zu große Partikel werden zur Weiterverarbeitung in die Mahlzone zurückgeführt, während die feinen Partikel ausgetragen werden. Dieses geschlossene System verhindert Übermahlung und gewährleistet eine enge Partikelgrößenverteilung.
Bei der zerstörungsfreien Aufbereitung von porösem Kohlenstoff erzielen Klassiermühlen besonders gute Ergebnisse. Die Mikro e-ACM Luftklassiermühle ist beispielsweise speziell für Ruß konzipiert. Ihre interne Geometrie und Komponenten wurden modifiziert, und zur Reduzierung von Verunreinigungen kommen Keramik- oder Wolframcarbidmaterialien zum Einsatz. Im Gegensatz zu Standard-ACM-Mühlen verfügt sie über ein externes Grobpartikel-Rückführungssystem. Dabei werden zu große Partikel außerhalb der Mühle zirkuliert und in die Mahlkammer zurückgeführt. Dies verhindert eine interne Rezirkulation, die zu Partikelaufwirbelung und übermäßigen Kollisionen führen könnte. Diese Konstruktion eignet sich besonders für porösen Kohlenstoff mit geringer Dichte, da sie ein Aufwirbeln oder Verstopfen der Klassierzone verhindert. Die Produkte werden mit Umfangsgeschwindigkeiten von bis zu 140 m/s vom Kühl-, Förder- und Klassierluftstrom mitgerissen. So wird eine Feinheit von d<sub>97</sub> = 10 μm bei gleichzeitig niedrigem Kornanteil erreicht.
Dieser „zerstörungsfreie“ Mechanismus spiegelt sich in mehreren Aspekten wider:
- Struktureller Schutz: Die externe Rückführung verkürzt die Verweilzeit der Partikel in der Mahlkammer und vermeidet so wiederholte Stöße, die die Poren beschädigen könnten. Im Vergleich zu den heftigen Kollisionen in Kugelmühlen ist die luftbasierte Trennung in Klassiermühlen schonender und erhält die Adsorptionskapazität und die elektrische Leitfähigkeit.
- Reinheitskontrolle: Durch den medienfreien Betrieb werden Verunreinigungen vermieden, wodurch sich das Verfahren für hochreine poröse Kohlenstoffe eignet, die in Batterien oder in der Umweltadsorption eingesetzt werden.
- Effizienz und Einheitlichkeit: Die Klassierung gewährleistet eine enge Partikelgrößenverteilung und verbessert so die Materialeigenschaften. Beispielsweise gleichen Klassiermühlen bei der Herstellung von pyrolytischem Ruß Mahl- und Klassierprozesse aus und verbessern dadurch die Oberflächenaktivität und Dispergierbarkeit.
- Umwelt- und Energievorteile: Der Betrieb mit Unterdruck und die Impulsstaubabsaugung erfüllen die ATEX-Explosionsschutznormen und eignen sich daher für leicht oxidierbare Materialien.
In der Praxis werden Klassiermühlen in Produktionslinien für Aktivkohlepulver eingesetzt, um eine präzise Korngrößenverteilung von 30–325 Mesh bis 325–2500 Mesh zu erreichen und dabei Porenvolumen und spezifische Oberfläche zu erhalten. Dadurch erzielt poröser Kohlenstoff hervorragende Ergebnisse bei der Wasserreinigung, Luftfiltration und Goldgewinnung.
Fallanalyse und Zukunftsausblick

In der industriellen Praxis sind die Vorteile der zerstörungsfreien Klassiermühlen vollauf belegt. So können beispielsweise die ACM-Systeme von Hosokawa Ruß mit einer Kapazität von bis zu 544 kg/h verarbeiten. Durch den Einsatz keramischer Komponenten wird die Kontamination reduziert, wodurch sie sich auch für abrasive Materialien eignen. Zukünftig wird die KI-basierte intelligente Steuerung zunehmend integriert werden. Auch Oberflächenmodifizierungstechnologien werden mit Klassiermühlen kombiniert. Diese Fortschritte werden die Verarbeitung von porösem Kohlenstoff weiter optimieren und die Anwendungsmöglichkeiten auf neue Energiespeicher und die CO₂-Abscheidung ausweiten.
Abschluss
Die Ultrafeinvermahlung von porösem Kohlenstoff zerstört nicht zwangsläufig die Porenstruktur. Durch den Einsatz moderner Anlagen wie Klassiermühlen lässt sich eine wirklich zerstörungsfreie Verarbeitung von porösem Kohlenstoff erreichen. Dies verbessert nicht nur die Materialeigenschaften, sondern fördert auch die Entwicklung nachhaltigerer industrieller Prozesse.

Vielen Dank fürs Lesen. Ich hoffe, mein Artikel war hilfreich. Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar. Bei weiteren Fragen können Sie sich auch an den Online-Kundendienst von Zelda wenden.
— Gepostet von Emily Chen

